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Von Donatella und Versace bis hin zu Che Guevara

"Ich poste, also bin ich", lautet heute die Variante des bekannten Satzes von René Descartes. Der Philosoph trug mit der Überlegung "ich denke, also bin ich", ein zentrales Element zum neuzeitlichen Bewusstsein bei. Gepostet wird aber längst nicht nur im Internet, sondern auch auf der Kleidung. Dabei geht es darum, im Trend zu liegen, nicht nur mit Markenkleidung, sondern auch mit Weltanschauungen. Wichtig ist, Mitglied einer "group" zu sein.

Zwischen trendigen Mode-Labels und philosophischen Wertvorstellungen

Die einen tragen den Namen eines aktuell erfolgreichen Modeherstellers auf der Kleidung, die anderen ihre politischen Wertvorstellungen. Sie reichen von Ideologien über gesellschaftliche Bewegungen bis hin zu Stellungnahmen in aktuellen politischen Debatten. Wobei gelegentlich unklar bleibt, ob das alles ernst genommen werden will. "Eure Armut kotzt mich an", ist als politische Stellungnahme auf Luxusautos oder -kleidung skandalös. Als augenzwinkernder Beitrag zu Sozialneid-Debatten stellt der Satz jedoch eine blitzgescheite Idee dar. Auf jeden Fall witzig ist der Hinweis auf den eigenen Herkunftsort, gezeigt von Touristen auf T-Shirts in großen Städten. "DJK TuS Blau-Weiß Kleinkleckersdorf", beim Schaufensterbummel über den Berliner Kurfürstendamm stolz auf der Brust getragen, ist immer ein Hingucker. Auch Lokalpatriotismus erzeugt Gruppenzugehörigkeit.

Bandbreite von unfreiwilliger Ironie bis zu gezielter Kritik

Jemand trägt ein Hemd mit dem Logo eines Textilherstellers, der wegen seiner Produktionsbedingungen in der dritten Welt in der Kritik steht. Ein anderer fordert das Verbot von Kinderarbeit und menschenwürdige Arbeitsverhältnisse mit dem Aufdruck auf seiner Kleidung. "Lifestylig" ist heute (fast) Alles: Mode-Labels und die Zugehörigkeit zur Friedensbewegung oder teure Markenkleidung bei den Anti-Nazi-Demonstranten. Alles wird mit der eigenen Weltanschauung bedruckt. Gezielt oder unfreiwillig ironisch ist die folgende Kombination: Kleidungsstücke eines Herstellers, der wegen seiner Produktionsbedingungen in der Dritten Welt in der Kritik steht - bedruckt mit Forderungen nach menschenwürdigen Arbeitsverhältnissen.

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