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Stickerei

Stickereien sind seit Alters her von den Chinesen gepflegt und waren so auch den Indern und den alten Ägyptern bekannt. Anfangs gingen die verzierenden Stickereien nicht über einfach geformte geometrische Formen hinaus. Die Ersten, die Tier- und Menschengestalten stickten, waren die Assyrer. Viele Jahre später gelangten die Stickereien auch nach Europa zu den Griechen. Die Römer wiederum lernten von diesen die Kunst der Stickerei. Im Mittelalter stickte man in den Klöstern im Diente des Kultus für die Gewänder und Altarbekleidung der Geistlichen. Die Stickereien der Klöster wurden erst im 11. Jahrhundert von den Arabern übertrumpft. Später gelang die Kunst der Stickerei auch in weltlichen Hände und verbreitete sich über England nach Burgund. Im 14. Jahrhundert erreichten die Stickereien ihren Höhepunkt und seitdem geraten sie langsam immer mehr in Vergessenheit. Heutzutage sind Stickereien die hochwertigste Form der Veredelung von Textilien und auf fast jeder Art von Gewerbe denkbar. Neben der exklusiven Optik kennzeichnet sich die Stickerei durch hohe Waschbeständigkeit und Haltbarkeit aus. Durch die Verwendung unterschiedlicher Techniken und Farben kann sogar eine dreidimensionale Wirkung erzielt werden. Stickereien verzieren nicht nur besondere Gewebe, sondern sie können auch den ganzen darunter gelegenen Stoff bedecken. Prinzipiell kann man die Stickereien in zwei unterschiedliche Arten einteilen. Dies ist zum einen die Buntstickerei und zum anderen die sogenannte Weißstickerei. Die Buntstickerei wird auf einem dichten Untergrund wie Leinen, Tuch oder Seide aufgesetzt. Zusätzlich wurden oft Goldfäden und Perlen eingenäht, um dem Ganzen noch mehr Eleganz zu verleihen. Doch mittlerweile behandelt man die Goldfäden wie jeden anderen Faden und legt sie nicht mehr wie früher parallel zueinander. Eine eigene Art der Stickereien ist heute noch das sogenannte Tamburieren. Dies wird nicht mit der Nähnadel gestickt, sondern wird mit einem Häkelhaken gefertigt. Die andere Form der Stickereien ist die Weißstickerei. Diese zeichnet sich vorwiegend durch die Verzierung von Wäsche und Tischdecken aus. In den französischen und hugenottischen Stickereien herrscht vor allem der sogenannte Plattstich vor. Die Weißstickerei des westlichen Europas wird hauptsächlich von der Industrie gefertigt. In Deutschland erfolgt die Produktion im sächsischen Vogtland (Plauen) und dem angrenzenden Erzgebirge. Ebenso gibt es Fertigungen, die aus Bayern (Oberfranken) stammen. Bereits seit 1890 ist das Zentrum deutscher Maschinenstickerei die Stadt Plauen (sächsiches Vogtland). Stickereien bedienen sich seit je her verschiedener Techniken. Dazu zählen unter anderem der Kreuzstich, Goldstickerei, Bargello, Gobelin und Nadelmalerei. All diese Techniken dienen den Stickereien noch edler und außergewöhnlicher zu wirken. Die Kunst der Stickereien ist in der heutigen Zeit sehr in Vergessenheit geraten. Widmen sich doch immer mehr junge Menschen nicht handwerklichen Beschäftigungen, sondern verbringen ihre freie Zeit lieber anderweitig. Vielleicht ist es aber auch angebreacht bei jungen Leuten das Interesse für diese alte Kunst zu wecken, denn sonst besteht die Gefahr, dass die Stickereien ins Vergessen geraten. Aus früheren Zeiten sind leider nur noch wenige schön bestickte Objekte erhalten geblieben und deswegen ist es umso wichtiger diese Form der Kunst für künftige Generationen zu erhalten.
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